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Sharing Economy 2018:

Es geht um die Spielregeln

Sind Namen Schall und Rauch? Wenn das US-Handelsministerium der Sharing Economy auf den Grund geht, offenbar nicht: „It’s digital matching“, heißt es dort mit Blick auf Uber, Airbnb und Co. „Not sharing.“

Für die feinsinnige Unterscheidung gibt es gute Gründe. Denn die milliardenschweren Firmen teilen nicht, sondern stellen Plattformen bereit, die Serviceanbieter und Konsumenten zusammenbringen – dabei aber ausschließlich die Ressourcen der Serviceanbieter nutzen. Begriffe wie sharing oder collaborative, so das Handelsministerium, gäben deshalb nur unzureichend wieder, was Airbnb, Uber und Co tatsächlich so innovativ mache.

Wie auch immer – die Sharing- und Matching-Economy hat nicht nur viele Gesichter. Sie eröffnet auch viele Chancen, stellt etablierte Regeln in Frage und wirbelt den Status Quo ordentlich durcheinander.

Das muss auch so sein. Denn es geht um viel mehr als Homesharing versus Zweckentfremdung, neue Konfliktmuster zwischen Vermietern und Mietern, Ordnungsämtern und Immobilienbesitzern oder den Zwist zwischen Taxiunternehmen und Uber: Im Kern geht es darum, dass sich die Lebensverhältnisse seit der Jahrtausendwende radikal flexibilisiert und den nächsten Epochenwechsel eingeläutet haben.

Die Sharing Economy macht diesen Wandel lediglich sichtbar – und wie so oft, wird wieder einmal der Sack geschlagen, obwohl der Esel gemeint ist. Welche Rolle die Sharing Economy in Zukunft spielen wird, hängt deshalb nicht zuletzt davon ab, ob es ihren Akteuren gelingt, die gesellschaftliche Debatte um ihre Regulierung in ihrem Sinne zu gestalten.

Sharinx@ITB

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